Los gehts mit dem Stück "aus dem Tollhaus Hessischer Rundfunk" mit Peter Reichelt
Der grosse TV-Skandal im Hessischen Rundfunk 1991 bis 1996 endet mit dem Rücktritt des Intendanten Hartwig Kelm -
Wie es dazu kam beschreibt TV-Producer Peter Reichelt, der mittendrin im geschehen war
Anatomie des grössten Skandals eines deutschen staatlichen TV-Senders, dem HR


Der deutsche ARD-Fernsehskandal im HR (Hessischer Rundfunk) 1991 bis 1993 – Der Rücktritt von Intendant Hartwig Kelm
Der sogenannte "HR/A3-Skandal" war ein schwerwiegender Finanz- und Verwaltungsskandal beim Hessischen Rundfunk (HR) und zählt zu den folgenreichsten Medienskandalen der deutschen Rundfunkgeschichte. Er wurde im Dezember 1991 von dem Journalisten
Peter Reichelt aufgedeckt:
Verlauf:
Sommer 1991: Peter Reichelt wird als HR-Producer/leitender Redakteuer und Abteilungsleiter im HR von Unterhaltungschef Jochen Filser eingestellt. er stößt bereits in den ersten Monaten auf massive Unregelmäßigkeiten. Nach Einleitung erster Prüfungen wird er durch filser am 19.12.1991 beurlaubt und aus seinen Produktionen ausgeschlossen.
18. Dezember 1991: Mit Reichelts vertraulichem Schreiben an den Intendanten beginnt die öffentliche Affäre.
März 1992: Unterhaltungschef Jochen Filser wird beurlaubt und entlassen.
Oktober 1992: Der Skandal erreicht mit der Beurlaubung von Programmdirektor Hans-Werner Conrad und Verwaltungsdirektor Artur Jerger seinen Höhepunkt; Medien berichten täglich.
Dezember 1992: HR-Intendant Hartwig Kelm tritt zurück.
Mai 1993: Hausdurchsuchungen bei HR, A3 und beteiligten Privatpersonen durch Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei.
Die Ermittlungen konzentrieren sich auf Untreue, Schleichwerbung, überhöhte Gagen, und Verstöße gegen das Vergaberecht.


Die drei Hauptdarsteller in diesem Tollhaus HR:

3.9.1991 - Der 1. Arbeitstag von Peter Reichelt als verantwortlicher Producer und "Abteilungsleiter Unterhaltung" der beiden TV-Liveshows "Zeil um Zehn" und "Holgers Waschsalon" im HR



Am 1. September 1991 wurde Peter Reichelt zum neuen Leiter der Talkshow „Zeil um Zehn“ ernannt. Seinen ersten Arbeitstag beim Hessischen Rundfunk trat er am 3. September 1991 an. Gleich zu Beginn erlebte er dort eine außergewöhnliche Situation: In seinem Büro traf er auf seine völlig aufgelöste Vorgängerin Olivia Werner, die soeben mündlich erfahren hatte, dass sie von ihrem Vorgesetzten, dem Unterhaltungschef Jochen Filser, mit sofortiger Wirkung entlassen worden war. Für Reichelt war dies ein kaum fassbarer Einstieg an seinem ersten Arbeitstag.





















Producer und verantwortlicher Redakteur war auch an diesem Abend, Freitag, 20.12.1991, Peter Reichelt (oben auf dem Bild rechts aussen)
Er war seine letzte Show im HR.














Der Skandal im HR, ausgelöst am 18.12.1991 durch die Veröffentlichung der Recherchen des Journalisten
Peter Reichelt, nimmt seinen Lauf...




























Die Affäre wurde maßgeblich durch Recherchen und Hinweise des Mannheimer Journalisten und HR-Fernsehredakteurs Peter Reichelt ausgelöst. Er wies bereits im Herbst 1991 innerhalb des HR als verantwortlicher Producer und Redakteur auf erhebliche finanzielle Fehlentwicklungen und hohe Verluste in den genannten Sendungen hin.
Da seine Warnungen von der HR-Chefabteilung weitgehend ignoriert wurden, verfasste Reichelt am 18.Dezember 1991 einen vertraulichen Brief an den HR-Intendant Hartwig Kelm.
Der Hessische Landesrechnungshof, insbesondere
Prüfstellenleiter und Sonderermittler Wolfhard
Kallweit, bestätigte im Herbst 1992 in seinem umfangreichen Prüfbericht die Richtigkeit sämtlicher Hinweise von Peter Reichelt auf grobes Missmanagement und finanzielle Unregelmäßigkeiten im HR (Hessischer Rundfunk Frankfurt).
Am 9. Juli 1992 erscheint die "stern" - titelstory über den nächsten skandal im HR "Teure Gala mit Nachspiel":






































